Chemnitzer Teilnahme am Dresdner „Trauermarsch“ und dem „Ausbruch“ in Ungarn

Sven Skoda und die beiden Chemnitzer Michael Brück und Yves Rahmel im Gespräch vor dem Start des Dresdner Trauermarsches. Foto: Kai Schwerdt.

An der Chemnitzer Beteiligung am diesjährigen „Trauermarsch“ in Dresden zeigt sich erneut, wo die Schwächen und Stärken der Chemnitzer Neonaziszene derzeit liegen. Grund genug für eine kurze Analyse und einen Überblick über die Teilnehmenden aus der Region Chemnitz am Trauermarsch und dem zeitgleich stattfindenden „Ausbruch“-Marsch in Budapest.

Trotz einer dauerhaft aktiven neonazistischen Szene und etablierten Strukturen vor Ort, gelingt es der Chemnitzer Neonazi-Szene seit dem Verbot der „Nationalen Sozialisten Chemnitz“ nicht, eine langfristig aktive, öffentlich auftretende Gruppe aufzubauen. Die 2014 verbotene Kameradschaft war die letzte Struktur, die öffentlich und langfristig auftrat. Ihre Zerschlagung hallt bis heute nach, was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass einzelne Chemnitzer Akteure tragende Rollen in der überregionalen Szene spielen. Die Stärken und Prioritäten der extrem rechten Szene in der Stadt liegen mit der kommunalpolitischen Etablierung der „Freien Sachsen“ und der Festigung von Vertriebs- und Wirtschaftsstrukturen mittlerweile woanders.

Continue reading „Chemnitzer Teilnahme am Dresdner „Trauermarsch“ und dem „Ausbruch“ in Ungarn“